Letzte Wochen hatten wir die Ratschläge für einen schlechten Redner von Kurt Tucholsky. Heute folgen die – wesentlich kürzeren – Ratschläge für einen guten Redner.

Hauptsätze. Hauptsätze. Hauptsätze.

Klare Disposition im Kopf – möglichst wenig auf dem Papier.

Tatsachen, oder Appell an das Gefühl. Schleuder oder Harfe. Ein Redner sei kein Lexikon. Das haben die Leute zu Hause.

Der Ton einer einzelnen Sprechstimme ermüdet; sprich nie länger als vierzig Minuten. Suche keine Effekte zu erzielen, die nicht in deinem Wesen liegen. Ein Podium ist eine unbarmherzige Sache – da steht der Mensch nackter als im Sonnenbad.

Merk Otto Brahms Spruch: Wat jestrichen is, kann nich durchfalln.

1930

 

Wer die Ratschläge als Buch haben will: hier geht’s zu Amazon. Tucholsky gibt in diesen Texten ein fantastisches Rhetoriktraining. Es braucht eigentlich nur drei Dinge, um ein wirklich guter Redner zu werden: Üben, üben, üben.

Blauer Bucheinband mit weißer deutscher Schrift, mit Titeln von Mark Twain und Kurt Tucholsky. Der untere Teil zeigt eine Person an einem sonnenbeschienenen Waldweg, die nach oben schaut - eine nachdenkliche Szene, die an das Präsentationstraining für Führungskräfte erinnert. Sparkpoint Executive Coaching.